7 wichtige Dinge, die kleine Waldfreunde schon wissen

Respekt vor der Natur

Ein Waldkindergarten unterscheidet sich in vielen Dingen vom Hauskindergarten. Besonders der tägliche Umgang in der Natur und das Bewegen darin lehrt Kinder passiv eine ganze Menge. Nachdem wir nun seit 6 Jahre im Waldkindergarten sind, ist es Zeit, ein kleines Resumé darüber zu ziehen, was Kinder im Waldkindergarten über den Umgang mit der Natur lernen.

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Was Kinder im Waldkindergarten über die Natur lernen:

Der Wald ist das Zuhause von Tieren und wir dürfen sie hier besuchen

Nester sind die Häuser von Vögeln, Ameisenhaufen das Zuhause von Ameisen, Wespennester die Heimat von Wespen und wir finden noch viele andere Tierbauten im Wald. Wir halten Abstand von den Häusern der Tiere. Wenn wir die Tiere beobachten wollen, machen wir das vorsichtig und respektvoll mit genug Abstand, sodass wir sie nicht stören.

Tiere sind neugierig, genau wie wir

Wenn sie uns vorsichtig beobachten verhalten wir uns ruhig, sodass sie sich nicht erschrecken und ihre Neugierde stillen können. 

Auch kleine Tiere behandeln wir respektvoll

Wir verstehen gut, dass es manchmal nicht leicht ist klein zu sein. Wir nutzen unsere Größe und Kraft um auch Käfer, Bienen, Würmer und andere Insekten zu schützen.

Mein Freund der Baum

Bäume geben dem Boden Schatten durch ihre Äste und dem Halt durch ihre Wurzeln. In ihren Ästen wohnen zahlreiche kleinere Waldtiere und viele Pflanzen. Die Rinde schützt Bäume wie eine dicke Haut und wir achten darauf, dass sie unverletzt bleibt. Um mit  Holz zu spielen oder Rinde und Borke zu untersuchen, finden wir am Boden viele Rindenstücke und Äste.

Sanfter Umgang mit dem Zuhause von Tieren

Im Schutz von kleinen Sträuchern und herabgefallenen Blättern fühlen sich kleine Tiere wie Mäuse oder Igel sehr wohl. Wir laufen dort besonders achtsam und lassen möglichst viel davon genauso, wie es aussah, bevor wir vorbeikamen.

Blumen und Blüten sind nicht nur für uns da

Blumen blühen meist extra für Insekten, damit sie etwas Leckeres zu essen haben. Blumen gehören also den Hummeln, Fliegen, Schmetterlingen und vielen anderen Insekten. Die geben dir aber sicher ein paar Blumen ab, wenn du einen schönen Strauß pflücken möchtest und die Blumen dafür vorsichtig, einzeln und gut überlegt aussuchst.

Der Wald ist unser Freund. Wir wollen auch seiner sein

Wir verlassen den Wald so sauber und natürlich, wie wir ihn betreten haben und nehmen alle Dinge, die wir mitgebracht haben, wieder mit nach Hause. Wenn wir sehen, dass das jemand vergessen hat und zum Beispiel Müll herumliegt, nehmen wir ihn vorsichtig mit und schmeißen ihn in den nächsten Mülleimer

Kinder lernen im Waldkindergarten eine ganze Menge. Beim Umgang mit der Natur sind die Waldkinder eine große Ressource für uns Erwachsene. Ich muss mir regelmäßig selbst an die Nase fassen, wenn meine Waldkinder mich darauf hinweisen, dass die Natur mich einläd ihr Gast zu sein. Und ich mich an ihre Hausregeln halten sollte. :o)

Ich bin Kristin und Mama von drei echten Waldkindern.

Seit 2017 darf ich mich Waldkind-Mama nennen. Während mein großes Waldkind nun den Schritt in die Schule gemacht hat, tobt das mittlere, freche täglich durch den Wald. Und ein kleines Bald-Waldkind steht schon in den Startlöchern.
Über die Jahre habe ich viel aus der Waldkindergarten-Zeit gelernt und freue mich, Eltern und Interessierten Tipps und Tricks für diese wunderbare Lebensphase an die Hand zu geben. 

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